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Häufig gestellte Fragen - FAQ
Frage: Was ist zu den einzelnen Schwimmstunden mitzubringen?
- · Badeschlappen für den Erwachsenen
- · Handtücher
- · eventuell. Haarföhn (Steckdosen vorhanden)
- · für Kinder die schon laufen können Badeschlappen/ Badeschuhe oder
- · Söckchen, eventuell. mit Antirutschpunkten
- · Schwimmflügel wenn vorhanden
- · für alle Babys u. Kinder Unterhöschen, Badehose oder Schwimmpampers
Frage: Brauche ich ein ärztliches Attest, ob das Kind gesund ist?
Nein. Bei einem unauffälligen, normal entwickelten Kind ist das völlig überflüssig, da nichts gegen einen Wasserkurs spricht. Das Wasser sollte eine Mindesttemperatur von 32 Grad haben. Sollten Sie unsicher sein, beraten wir sie gerne oder Sie informieren sich bei Ihrem Arzt. Auch “Problemkinder” können öfter schwimmen, als man annimmt, aber immer bitte nur nach Absprache und es ist wichtig die jeweilige Kursleiterin darauf aufmerksam zu machen. ”
Frage: Kann ich meine Kursstunden nachholen, wenn ich im Urlaub bin?
Ja, auf jeden Fall. Jede vor Kursbeginn angekündigte Fehlstunde wie z.B. Urlaub, unverschiebbarer Arzttermin oder Krankenhausaufenthalt kann selbstverständlich in einem gleichwertigen Kurs nachgeholt werden. In der Regel stehen dafür mehrere Termine zur Auswahl. Die Kursleiterin wird Ihnen genau sagen, wann diese sind.
Frage: Was passiert, wenn mein Kind oder ich am Schwimmtag krank sind?
Das ist eine sehr wichtige, berechtigte und für viele Eltern von Babys und Kleinkindern praktische Frage. Wir möchten zum Wohle der Kinder und auch der Eltern eine hohe Präsenz und Kontinuität in den Kursen. Aus gruppendynamischen Überlegungen und unserer Erfahrung heraus haben wir uns entschieden feste, in sich geschlossene Kurse zu bilden. In der Entwicklungsphase, in der die Babys und Kleinkinder sind, lernen sie durch Wiedererkennen, Wiederholungen und gewinnen Sicherheit durch einen immer wieder gleichen Rahmen. Es ist total schön zu sehen wie auch die Kleinsten ab der Mitte des Kurses die ihnen jetzt vertrauten Kinder wieder erkennen und begrüßen. Auch zwischen den Müttern entsteht eine vertraute Atmosphäre und nicht selten konnten wir ein Wachsen von jahrelanger Freundschaft beobachten, die weit über das Schwimmen hinausging. Um den Bedürfnissen der Eltern, Babys und Kindern gerecht zu werden haben, praktizieren wir folgende Regelung erfolgreich:
- · Eine Fehlstunde = Stunde verfällt
- · 2 Fehlstunden = 1 Nachholstunde
- · 3 Fehlstunden = 2 Nachholstunden
- · 4 Fehlstunden = 3 Nachholstunden usw.
Frage: Verursacht das Schwimmbadwasser Mittelohrentzündung?
Mittelohrentzündung bekommt ein Kind nicht durch in die Ohrmuschel eingedrungenes Chlorwasser. Durch eine Infektion, beispielsweise Schnupfen und dadurch verstopfte Nase, kann das Mittelohr nicht genügend belüftet werden; die Temperatur im Innenohr erhöht sich und dadurch wird der Nährboden für Bakterien/Viren geschaffen und es kann eine Rötung/Entzündung des Ohres entstehen . Es gibt natürlich Kinder, die zu gehäuften Mittelohrentzündungen neigen. Sollten die Eltern trotz dieser Erklärung noch Bedenken haben, können für die Zeit des Wasseraufenthalts auch Ohrenstöpsel verwendet werden.
Frage: Infektionen aus dem Wasser?
Die Wasserqualität wird mit badeigenen Tests und durch das Gesundheitsamt kontrolliert und gewährleistet. Im Wasser überleben nur “Wassererreger”. Vor anderen Erregern schützt uns das Wasser.
Frage: Was muss ich bezüglich der Ausscheidungen meines Babys wissen?
Jedes Baby verfügt über einen Stuhlreflex. Der Wasserdruck ist zehnmal stärker als der Luftdruck und trägt so dazu bei, dass die Babys nicht ins Wasser “machen”. Viele Babys pieseln schon beim Ausziehen aufs Handtuch. Manche dann beim Umhergehen im Bad, beim Duschen oder dann beim Sitzen am Beckenrand mit Mama oder Papa. Was dann noch übrig ist und ins Wasser gehen kann, ist minimal und völlig unbedenklich.
Frage: Wie schädlich ist das Chlor im Schwimmbadwasser für die Babys?
Um das Wasser bakterienarm zu halten, muss das Wasser gechlort sein. Jedes Bad hat sich an strenge Richtlinien zu halten, die gesetzlich vorgeschrieben sind und deren Einhaltung u.a. auch durch die zuständigen Gesundheitsämter strengstens überwacht werden. Wir sind ausschließlich in einem kleinen, privaten Bad, die der Öffentlichkeit nicht zur Verfügung stehen und haben eine sehr viel niedrigere Frequentierung als in einem öffentlichen Hallenbad mit ca. 1000 Besuchern an einem Warmbadetag. Je geringer die Besucherzahl, desto geringer die Wasserbelastung, desto geringer das aktivierte Chlor. Wir sind sehr dankbar dafür, Eltern und Kindern eine so gute Wasserqualität bieten zu können. Es kamen schon einige Mütter zu uns, die selber eine Chlorallergie haben und nicht in öffentliche Bäder gehen können. Bei uns haben sie aber aufgrund des geringen Chlorgehalts zu ihrer großen Freude keinerlei Symptome festgestellt. Es gibt auch hin und wieder mutige Mütter, die mit Kindern kommen mit Neurodermitis, Allergien oder allgemeinen Hautempfindlichkeiten. Wir fragen diese Eltern immer wieder ganz genau nach ihren Erfahrungen und bekommen berichtet: “Im äußersten Fall verschlechtert sich die Haut nach dem Schwimmen kurzfristig für bis zu drei Stunden etwas, erholt sich dann aber sofort wieder.” Oder es fällt gar kein Unterschied auf. Nach dem Schwimmen sollte mit dem eventuellen Eincremen einige Stunden gewartet werden, damit die Haut selber eine Chance hat, aktiv zu werden, zu arbeiten und den Schutzfilter aufzubauen. Warum die Eltern dieser Kinder immer wieder kommen? Weil gerade die Kids mit Hautproblemen sich im Wasser pudelwohl in ihrer Haut fühlen. Kein Jucken, kein Kratzen, unbeschwert Spielen und Lachen mit Eltern und anderen Kindern. Das gibt Kraft und regt die Selbstheilungskräfte an.
Frage: Dürfen die Ohren der Babys unter Wasser beim Babyschwimmen?
Es gibt Kinder, die ihre Ohren gar nicht gerne unter Wasser bringen. Das sollte akzeptiert werden. Beim Untertauchen der Ohren stellt sich ein dem vorgeburtlichen Hören relativ ähnliches Akustikerlebnis ein, was den meisten Kindern gefällt. Manche Kinder erinnern sich an die Zeit in “Mamas Bauch”. Je jünger, desto eher. Wir verbinden das Untertauchen der Ohren mit leiser beruhigender Musik und einer Entspannungsübung für die Babys. Es berührt mich immer wieder sehr zu sehen, wie die Kinder loslassen, sich entspannen, die Fäustchen öffnen, in sich hineinhören und scheinbar in einer anderen Welt versinken, ganz konzentriert im “Hier und Jetzt” mit sich, dem Wasser und ihrer Erfahrung sind. Wie die Kinder auf das Angebot dieser Übung reagieren, ist sehr unterschiedlich. Einige möchten erst einmal einige Kursstunden kommen, bevor sie sich darauf einlassen, andere fühlen sich sofort “zu Hause”. Kinder, die unmittelbar das Sitzen gelernt haben, sind manchmal strikt dagegen sich wieder wie ein Baby auf den Rücken legen zu lassen. Das geht aber dann nach wenigen Wochen wieder ganz gut, wenn das “neue Sitzen” gebührend gelobt und anerkannt wurde. Grundsätzlich dringt etwas Wasser in den äußeren Bereich des Ohres/Gehörganges ein, welches bei aufrechter Haltung oder beim ersten Gähnen des Kindes wieder abläuft. Da das Wasser in einem Schwimmbad “Trinkwasserqualität” haben muss, ist es dem Eindringen von Wasser beim Baden oder Duschen vergleichbar und völlig harmlos, außer es liegen Trommelfellschäden vor.
Frage: Mein Kind mag das Tauchen nicht. Soll ich weiterhin ins Schwimmbad gehen?
Ganz wichtig ist es, auf die Bedürfnisse der Babies einzugehen. Wenn ein Kind bestimmte Übungen nicht mag, dann lässt man sie eine Weile weg, probiert es wieder. Manchmal mögen die Kinder etwas dauerhaft nicht, manchmal hängt es aber einfach mit der Tagesverfassung zusammen. Wichtig ist, dass es allen Beteiligten Spaß macht! Babyschwimmen ist eine Erweiterung des kindlichen Bewegungsraumes und gleichzeitig motorische Entwicklungsförderung. Der Körperkontakt zu den Eltern, die dadurch bedingte Vertiefung der Beziehung und der Spaß am Wasser sind wichtige Aspekte. Auch die Anregung von Herz- und Kreislauf und das Trainieren von Muskeln und Skelett. Es ist richtig, dass das Tauchen das Selbstbewusstsein der Kinder fördert, weil sie alleine eine Strecke zurücklegen können und auch Koordination und Gleichgewicht geschult werden. Trotzdem sollte man im Falle des Protestes durch das Kind diesen in jedem Falle ernst nehmen. Es bleiben auch ohne Tauchen noch genügend Vorteile übrig! Um nur einen zu nennen: Allein der Aufenthalt im Wasser bewirkt ein wunderbares Lungentraining. Da der Wasserdruck zehnmal stärker ist als der Luftdruck, wird die Einatmung erschwert und die Ausatmung erleichtert. Das führt zur Kräftigung der Atemwege, mehr Lungenbläschen bilden sich, wodurch Bronchialinfekte abgewendet werden können oder aber nicht so intensiv auftreten. Es gibt mehrere Studien darüber, die belegen, dass Wasserbabys und Kinder gesünder und weniger auffällig sind und ein besser funktionierendes Immunsystem haben. Zudem leiden sie seltener an Allergien.
Frage: Wie lange nach einer Impfung muss ich warten, bis ich wieder zum Babyschwimmen kommen kann?
Zu diesem Thema gibt es unterschiedliche Haltungen. Wir empfehlen, erst am 4ten Tag nach der Impfung wieder ins Schwimmbad zu gehen. So kann der mit Impfstoffen konfrontierte Organismus des Babys sich erst mal damit auseinandersetzen. Würde noch eine Schwimmstunde dazu kommen, könnte das für den ohnehin schon angestrengten Körper einfach zu viel werden. Manche Kinder entwickeln aber auch erst Wochen oder Monate später Impfreaktionen. Hier eine für jedes Kind zutreffende allgemeine Aussage zu machen, ist nicht möglich. Sie als Eltern kennen ihr Kind am besten und ich empfehle Ihnen in diesem Punkt nach Ihrem Gefühl zu gehen und darauf zu vertrauen, dass Sie die richtige Entscheidung treffen. Doch den Impftermin nach einer Schwimmstunde und nicht unmittelbar davor zu legen, ist sicher empfehlenswert, schon allein wegen der Aufregung. Die Erfahrung zeigt auch, dass sich Mütter/Eltern nicht gleich mit jedem von der Sprechstunde vorgeschlagenen Termin zufrieden geben muss. Es ist Schade, eine Wasserstunde zu verpassen und es lohnt sich auf Kooperation bei der Terminabsprache zu bestehen.
Frage: Braucht man zum Babyschwimmen eine Impfung bzw. muß das Kind geimpft werden?
Das Baby braucht von unserer Seite her weder eine spezielle noch sonst eine Impfung. Die Haltung zu Impfungen ist sehr persönlich und immer in Eigenverantwortung der Eltern. Sie lassen ihr Kind impfen (oder nicht), wann und gegen was Sie wollen. Ob Ihr Kind einen Wasserkurs besucht , ist davon vollkommen unabhängig.
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